POEDU - Text des Monats Mai

Du Laternenpfahl ganz unten

Du Bürgersteig am Stiel

Du Globuskopf ohne Länder

Du Meer ohne Land

Du Kloinhalt als Burgersauce

Du gemixt braunes Klopapier mit Gartenschlauch

Und Rosenbuschsmoothie

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Wim

(11 Jahre alt)

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Die Aufgabe diesmal kam von Tim Holland:

Du Maulwurf beim Weitwurf! Manchmal muss man einfach fluchen. Aber wie langweilig und auch doof sind die bekannten Schimpfwörter – wir brauchen neue! Schreibe eine Liste mit deinen neuen Flüchen, Schimpfwörter und Verwünschungen.

 

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POEDU Spezial | Krieg und Frieden

K rone des Konflikts
R egen des Todes Tricks
I n den Tränen ertrunken
E hre versunken und durch die Angst gebunden
G efahr und Schaden stehen immer nah

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U nter diesem ganzen Mist
N ur um zu sehen was hinter allem ist
D urch die Vorhänge damit man das Gute erblickt

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F rohe und schöne Tage
R uhe mit vielen schönen Sagen
I n diesen schönen, heilenden Tagen
E in Gesang mit Tanz dabei
D ies ist immer frei
E ine Sonne steht am Himmel
N ur Wärme gibt es zu dieser Zeit

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Ariana

(15 Jahre alt)

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Die Aufgabe diesmal kam von Christoph Wenzel und aus der POEDUwerkstatt in Deutsche Internationale Schule Dubai:

Stell dir vor, du müsstest anderen dein Zimmer, einen Lieblingsort etc. beschreiben, dürftest dafür aber nur einen Gegenstand, eine Farbe, ein Geräusch usw. benutzen: „Wenn mein Zimmer ein Geräusch wäre…“. Fasse die gefundenen Beschreibungen dann noch etwas genauer: „Mein Zimmer ist eine Blume, die das ganze Jahr blüht“. Und dann verschiebst die beiden Halbsätze je um einen nach unten.

 

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POEDU International – Oster-Spezial

Mein Haus

Mein Haus ist ein Garten, in dem die Blumen bunt sind
Mein Haus ist wie eine Violine, die Liebeslieder spielt
Mein Haus ist ein Paradies und das Paradies ist mein Haus
Mein Haus schmeckt nach Schönheit, die Menschen verzaubert
Mein Haus riecht nach Liebe, die Verlobten anzieht
Mein Haus klingt nach Vertrauen, das die Leute runter macht
Mein Haus ist wie ein Raspberry-Love-Smoothie, der dich an heißen Tagen retten kann
Mein Haus ist wie ein Erdbeer-Cheese-Cake, der nur mit Liebe gegessen werden kann
Mein Haus ist ein Samstagmorgen, an dem die Sonne scheint
Mein Haus ist weiß und kann die Herzen der Verlobten kühlen

Karim

(17 Jahre alt)

 

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Die Aufgabe diesmal kam von Christoph Wenzel und aus der POEDUwerkstatt in Deutsche Internationale Schule Dubai:

Stell dir vor, du müsstest anderen dein Zimmer, einen Lieblingsort etc. beschreiben, dürftest dafür aber nur einen Gegenstand, eine Farbe, ein Geräusch usw. benutzen: „Wenn mein Zimmer ein Geräusch wäre…“. Fasse die gefundenen Beschreibungen dann noch etwas genauer: „Mein Zimmer ist eine Blume, die das ganze Jahr blüht“. Und dann verschiebst die beiden Halbsätze je um einen nach unten.

 

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POEDU - Text des Monats März

Einmal war ich mal
bei einem Wasserfall
Und dann habe ich mich
auf einen Stein gesetzt.
Fühlt sich gut an
wie Wärme in meinem Herz.
Die Vögel singen schön
und ein Regenbogen
erscheint über dem Wasserfall.

Dagon

(9 Jahre alt)

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.Die Aufgabe diesmal kam von Wolfgang Schiffer und aus der POEDUwerkstatt in der Stadt Worms zum Welttag der Poesie 2022:

„Es ist nicht selbstverständlich, als Kind einfach seinen Lieblingsplatz besuchen zu dürfen. Wir denken an alle, die das im Augenblick nicht können: Ganz bestimmt hast auch Du einen Lieblingsplatz, zu Hause oder draußen in Deiner Umgebung, an dem Du Dich besonders gerne aufhältst. Oder Du erinnerst Dich an einen solchen Platz."

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POEDU - Text des Monats Februar

Früher bin ich durch die Welt geflogen und jetzt
nur über das Papier.
Immer wieder falle ich
vom Himmel und immer
wieder werde ich aufgehoben.
Manchmal nehme ich auch
Duschen, manche lachen
sogar wegen mir
und viele finden mich
schön. Manche
schmücken sich mit mir.
Aber früher wurde mit mir
am meisten gespielt und
immer wieder wurde
ich in ein schwarzes
Loch getunkt
Was bin ich?

Karamelllutscher

(9 Jahre alt)

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.Die Aufgabe diesmal kam von Carl-Christian Elze:

Das geheime Leben der Dinge. Es gibt Naturwissenschaftler*innen, die glauben, dass es gar keine unbelebten Dinge auf der Welt gibt, dass auch Autos, Fahrräder, Kloschüsseln, Kaffeemaschinen und Schreibtischlampen irgendwie lebendig sind, also auch etwas fühlen und denken können. Schreibt ein Gedicht über das geheime Leben eines Gegenstandes. Die Leser*innen dürfen miträtseln und ihre Antworten in die Kommentarspalten schreiben.

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POEDU - Text des Monats Jänner

Mein Zimmer
ein Himmelbett wie Piratenschätze,
ein Klavier, das weich wie Wolken ist,
eine „Sternchenpracht“ die laut und leise sein kann,
süß am goldenen Himmelszelt entfacht,
zu Hause wie weiße Schokolade,
ein Klackern...klack...klack, der schönste und gemütlichste Ort,
ein Kakao wie der Schnabel meines Vogels,
ein Zitronenkuchen, der warm und süß schmeckt,
der Abend, der gelb ist,
gold so unendlich lang, weil ich nicht einschlafen kann.

Felina

(8 Jahre alt)

 

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.Die Aufgabe diesmal kam von Christoph Wenzel:

Stell dir vor, du müsstest anderen dein Zimmer beschreiben, dürftest dafür aber nur einen Gegenstand, eine Farbe, ein Geräusch usw. benutzen: „Wenn mein Zimmer ein Geräusch wäre, dann wäre es …“ Vervollständige die Sätze. Versuche nun die gefundenen Beschreibungen noch etwas genauer zu fassen, indem du z.B. einen „Relativsatz“ anfügst: „Mein Zimmer ist eine Blume, die das ganze Jahr blüht“. Jetzt verschiebst die Halbsätze jeweils um einen nach unten. Und schaust, was passiert ist.

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mosaik36 - Eine Wohnung mit Zukunft

mosaik36 - Eine Wohnung mit Zukunft

Winter 2022

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INTRO

Wir wohnen seit zehn Jahren im bedruckten Papier.
Literaturzeitschrift.
Eine Zeitschrift mit Zukunft.
Hier wollen wir alt werden.

Man macht das eigentlich nicht, aber wir hoffen auf Milde aufgrund unseres Alters: Wir haben uns für diesen Einstieg einer Textstelle von Pia Schmikl (S. 20) bedient und an unsere Situation angepasst. Es ist nämlich so, dass wir dieser Tage das zehnjährige Jubiläum der mosaik1 feiern. Und es ist auch so, dass wir traditionell lieber nach vorne als zurück blicken. Vor zehn Jahren haben wir das nicht gemacht: Niemand hat sich überlegt, was wir dereinst beim 10-jährigen Jubiläum wohl machen sollen. Und so feiern wir unseren ersten runden Geburtstag etappenweise: In dieser Ausgabe findet ihr ein paar wenige, ausgewählte Texte, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind. Im Herbst werden wir mit euch allen gemeinsam ein mosaik-Fest feiern. Und dann fällt uns sicher noch weiterer Jubiläums-Schabernack in diesem Jahr ein.

Und gleichzeitig blicken wir weiter in die Zukunft – mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es warten spannende Projekte auf uns: Bücher, Kooperationen und neue Ideen! Aber gleichzeitig hat sich auch nach zehn Jahren wenig an der prekären Situation des Projektes mosaik geändert. Wir arbeiten gerne und nur von Idealismus getragen – hinterfragen diese Praxis aber immer öfter und fragen uns, wie es weitergehen kann.
Bevor wir jetzt aber selber zum Partycrasher oder zur Spaßbremse werden, wünschen wir euch viel Freude mit dem neuen Heft. Aber nicht vergessen: „Lesen ist eigentlich asozial.“ (Stefanie Stegmann, S. 82)

euer mosaik

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Inhalt

Spezial: 10 Jahre mosaik

Stell dir vor, du kommst nach einer Lesung ins Gespräch: Was es bräuchte, wäre eine stärkere Förderung junger und neuer Autor*innen, am besten mittels einer Zeitschrift! Man beschließt die Gründung einer solchen. Gefühlt drei Tage später feiert man das 10-jährige Jubiläum.

Wir sind keine großen Freund*innen von Sentimentalitäten, aber wir erinnern uns in dieser Ausgabe sehr gern zurück, haben Wegbegleiter*innen des mosaik gefragt, an welche Texte sie sich erinnern, welche hängen geblieben sind – und präsentieren eine nicht repräsentative Auswahl auf den ersten Seiten. Nur original auf kariertem Papier (wie bei mosaik1). Viel Freude mit dem bisschen Nostalgie.

Wellengang oder Geflüster

Pia Schmikl – Ein Fisch kennt keine Angst vor dem Ertrinken
Georg Großmann – Altokumuli | Einige Pilzarten
Stefanie Nebenführ – Das Haus
Sigune Schnabel – Kindheit
Giovanna-Beatrice Carlesso – Der Hase rennt

dringende seelenstoffe

Elke Steiner – ich schenke dir mein natternhemd
Christina König – Gegenüber
Jimmy Brainless – Der Eiswürfel
Ronja Lobner – mein letzter rest

halb Wunschvorstellung

Leo Lemke – Der Wasserwandler
Signe Ibbeken – Kurz vor Glücksstadt
Hannah Beckmann – Dunkel, Linie, Dunkel
Vera Hohleiter – Fundstücke
Anja Bachl – Kaleidoskop

Kunststrecke von Ursula Wimmesberger
BABEL – Übersetzungen

Miklós Radnóti, geboren am 5. Mai 1909 in Budapest, war ungarischer Dichter jüdischer Abstammung. Sein Werk war beeinflusst von der tschechisch-ungarischen Avantgarde und dem französischen Expressionismus. Seine Tätigkeit als Handelskorrespondent im Unternehmen seines Onkels legte er 1930 nieder, um Ungarische
und Französische Philologie zu studieren. Im selben Jahr veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband ‚Pogány köszöntő – Heidnischer Willkommensgruß‘.

Der zweite Gedichtband wurde aufgrund des Vorwurfs der Obszönität verboten und brachte ihm beinahe eine Haftstrafe ein. In den frühen 1940er Jahren wurde er zur Zwangsarbeit eingezogen und schließlich nach Bor im heutigen Serbien deportiert. Bei einem Gewaltmarsch Anfang November 1944 kollabierte er nahe der österreichisch-ungarischen Grenze und wurde mit 21 anderen Mithäftlingen hingerichtet. Sein Leichnam konnte später in einem Massengrab identifiziert werden. Bei sich trug er ein Notizbuch mit seinen letzten Gedichten. Darunter den hier vorliegenden Zyklus ‚Razglednicák‘.

Miklós Radnóti – Homály / Dämmerlicht
– Két karodban / In deinen Armen
– Razglednicák / Razgledinicen

[foejәtõ]

Wo findet (denn eigentlich) Literatur statt? Im Kulturteil setzen sich diesmal gleich mehrere Texte mit möglichen, neuen und sinnstiftenden Orten der Literatur, von Lesungen, von Gesprächen über Kunst auseinander: Raoul Eisele bewandert den urbanen Raum, Hartmut Hombrecher und Martin Peichl beleuchten jeweils innovative Ideen und Umsetzungen von unabhängigen Lesereihen, Stefanie Stegmann berichtet im Interview von ihrer zwischen/miete – Lesungen in WGs!

Kreativraum mit Friedrich Rücker

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POEDU - Neujahrstext

E EL
L EF
E AN
F T
A
N
T

In Zeilen kann man
ein Wort
trennen
Eine Zeile
ist
ein Puzzle.
Regenbogenfarben
Eine Zeile
ist ein Bild in Strichen.

Fairuz

(6 Jahre alt)

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Die Aufgabe diesmal kam von Brigitta Höpler:

Die Wiener Dichterin Elfriede Gerstl (1932 – 2009) hat nachgedacht, was sich mit Gedichtzeilen alles machen lässt. Ich mag dieses Gedicht sehr, und schreibe auch immer wieder auf, was sich mit Zeilen alles machen lässt. Ich wärme mich z.B. gerne mit einer Zeile, wie mit einem Schal. Stell dir vor, was du mit Zeilen alles tun kannst.

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POEDU - Text des Monats Dezember

Liebe bricht von unseren Herzen

Eine tolle Freundschaft beginnen wir
Ich bin artig
Ich liebe die Sachen, die ich sehe
Bitte sag deine Meinungen
Glück kannst du dir selber machen
Ich passe auf dich auf
Mir geht es gut
Die Welt ist die Wunderwelt

Frieda

(6 Jahre alt)

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Die Aufgabe diesmal kam von Franziska Bayer-Lallauret:

Viele von euch feiern dieser Tage Weihnachten, andere feiern vielleicht ein anderes Fest. Oder auch beides? Egal wo, wie oft und wann, feiern ist immer gut und bringt es Menschen zusammen! Deshalb wäre es toll, wenn ihr ein Festfeiergedicht schreibt. Let's go Party!

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POEDU - Text des Monats November

 

.Miley

(10 Jahre alt)

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Die Aufgabe diesmal kam von Anna Hetzer:

Bildgedichte (visuelle Poesie) - Stell dir vor, Wörter sind wie Spielzeuge, die du auseinandernehmen, drehen, rückwärts schreiben etc. kannst. Dein Blatt Papier ist ein Raum, in dem du mit den Wörtern und Buchstaben spielst. Ich habe mit den Wörtern „NEBEL“ und „LEBEN“ gespielt (ließ sie mal rückwärts!)

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