freiVERS | Verena Dolovai
love’s end ich könnte verstummen und du würdest es zulassen weil du nicht mit mir sprichst ich könnte weggehen und du würdest es nicht merken weil du nicht bei mir bist ich könnte mich verwandeln und…
freiTEXT | Anne Büttner
Das größte Glück "Das Essen ist gleich schon wieder kalt." Anscheinend hatte seine liebe, gute Frau ihn zuvor schon einmal, mag sein auch öfter, über die Möglichkeit der Aufnahme warmer Speisen in…
freiVERS | Patrick Siebert
An der Regengrenze Weißt du noch, du saßt am Fenster Den Vorhang nur für das Licht geöffnet Wenn es donnerte wie Bergriesen Und der Sturm das Haus fortriss Bis ans Ende der Welt Und wie du gerechnet…
freiTEXT | Stefan Sommer
Erinnerungen an Zitronen und Flughäfen Als das Licht erlischt, wünscht er sich von Herzen, ein Blitz hätte das Haus getroffen. In sehnlicher Erwartung einer höllischen Katastrophe harrt er im…
freiTEXT | Avy Gdańsk
Augenwischerei Wieder wird eine Ladung Süßstoff vom Kuchenschiff abgehoben, verschwindet im Sahnehafen. Der Gabelstapler kehrt leer zurück. Das Schiff schon buglos, eine marzipanerne Galionsfigur…
freiVERS | André Patten
Startschuss schon immer war die Richtung klar: nach oben sollte es gehen ganz nach oben da oben, wo es weitergeht wo die Sterne warten wo Geräusche langsam zündeln einen Punkt im All wählen wir zum…
freiTEXT | Martin Dost
Das letzte Tier Alte Männer erzählen, dass alte Männer erzählen - von der Vergangenheit. Sie sind weiß und verhornt. Sie denken, sie sind die letzten ihrer Art und mit ihrem Tode sterben sie aus.…
freiVERS | Alexandra Regiert
Die Loreley vom Vorderhaus Meine Lunge pumpt Luft. Pumpt sie weit über die Kondensstreifen hinaus. Pumpt sie in Schweinelungen. Rosa und fast neugeboren festigt sich das Rosenkelchorgan wie eine…
freiTEXT | Kerstin Nethövel
Die Kreiselegge Ein Spaziergänger kam an einem Feld entlang und sah einen Mann am Rand des Ackers quer zur Pflugrichtung rücklings am Boden liegen. Seine Kleider waren zerrissen, und die Haut war…
freiVERS | Frau Sara
STROM II Strömen ohne mein Zutun. Einfach raus aus mir. Meine Begrenzung wird still, an der Peripherie des Körpers kommt alles zur Ruh. Die Ruhe dehnt sich aus. Ich spüre mich, beim Warten. Ich nehme…
freiTEXT | Angela Regius
als es anfing mit dem zu hause bleiben hatte ich angst dass es wieder so sein würde wie damals mit dem essen und dem essen und dem . die mangelnde struktur teil des problems und arbeit eine antwort…












