freiVERS | Sascha Kokot

heute wird es nicht mehr hell kurz war nur der Mond zu sehen bevor sich der Himmel fest über der Esse verschloss die Farbe von Januargewittern annahm die Jungs brennen ihr letztes Feuerwerk ab im…

freiTEXT | Saskia Raupp

Halstuchspiele in Kakanien „Tut’s noch weh?“, fragte Dolores mit sanfter Stimme. In Bademänteln rauchten sie auf der Sonnenterrasse der Ski-Hütte die ersten Zigaretten des Tages. Robert wusste nicht,…

freiVERS | Steffen M. Diebold

anglerglück den tag vom haken lassen das herz auswerfen auch mal in trüben teichen fischen. . Steffen M. Diebold . freiVERS ist unser Wort zum Sonntag. Du hast auch einen freiVERS für uns?…

freiTEXT | Jan-Christian Petersen

Wir wissen nichts von Mauretanien Nachts höre ich den Lärm der Biogasanlage aus zwei Kilometern Entfernung. Dieses stetige und beinah unmerkliche Geräusch erfüllt die Luft wie ein Auto, das bei…

24 | Sofie Steinfest

Wie der Christbaum schwimmen lernte, der hätte der unsrige werden sollen Nur diesen einen Wunsch habe ich, nur diesen, nichts sonst wünsche ich mir zu Weihnachten, habe ich zu dir gesagt: Lass uns…

23 | Sarah Claire Wray

c scham ich war und bin und werde immer sein durch arbeit definiert schaffe schaffe häusle baue nur wer leistet, ist ein guter mensch ein lieber mensch ein mensch der von anderen gelobt wird doch…

22 | Carolina Reichl

Die Geburt Schatzibinkis Rückblickend bezeichnet meine Mutter die Geschehnisse als ein Wunder. Den ganzen Advent war sie auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Mein Vater hatte ihr Ende November…

21 | Lisa Bullerdiek

Ich sitze in der obersten Reihe am Fenster. Unter mir sind keine Stuhlreihen. Vorne kein Vorhang. Bald ist es so weit, ich habe vor zehn Minuten über ein Prepaid-Handy angerufen und es danach im Klo…

20 | Sarah Rinderer

heimat ich sammle aushöhlungen unter den fingerkuppen lavasteine feinkörnig der stille nach aufs fensterbrett gelegt vertiefungen blassviolett bis anthrazit erinnerungen ans flüssig-sein nie ganz…

19 | Walter L. Buder

die drei 1 am siebten morgen stille und licht im tagwind des nachts klopft ein herz 2 hell schlägt die glocke handlauf im steilhang ihr ton dicht an der zeit 3 leuchtendes warten: zittergras und…

18 | Gloria Ballhause

Siebzehn Minuten, 2020 Zu Steven gehen. Von Steven kommen. Straßen entlanglaufen, die im verordneten Dornröschenschlaf vor sich hindämmern. Das Schwappen in den inneren Fässern hören, die nicht…

17 | Andro Robica

Mobiteli                             Mobiteli su stvarno najveće sranje Pod jedan oni ponekad ne funkcioniraju Pod dva oni smrde po govnima kad su pali u govna Pod tri ne može s njima telefonirati…