freiTEXT | Daniela Ziegler
Coming-Out Über vieles spricht man nicht. Darüber, dass man kein Auto hat, dass man einsam ist, dass man kein Geld oder Angst vorm Urlaub hat. Als Anne Theobald von ihren Ersparnissen lebte und nicht…
freiVERS | Thimo Buchmüller
renn papa renn es ist eine ewige hetz um das gute die straße wird verschoben in und aus dem sichtfeld renn papa renn das tachometer zeigt 77 fahrenheit zu viel und die kleine wartet alleine in der…
freiTEXT | Katharina Ganss
Café Ursula Ein Fleck, rund und braun, zieht sich über den Boden der Espressotasse. Ursula hebt sie gegen das Licht. Der Fleck sieht aus wie ein Auge. Sie greift zum Tuch, reibt. Der Fleck bleibt.…
freiVERS | Jan-Eike Hornauer
Der Wind Ein Blauwal treibt durchs Universum. Er sucht sich selbst und seinen Gott. Er blickt ins Schwarz. Und denkt sich: »Sehr dumm, hier gibt’s ja nichts!« Und will Kompott. Denn Nachtisch hilft…
freiTEXT | Thomas Arta
Die Möglichkeit eines Sommers Nach dem Wochenende mit Jonas lag eine neue, leise Spannung in der Luft. Die Tage danach waren wie ein langsames Auftauen – ich funktionierte, erledigte meine Arbeit,…
freiVERS | Torsten Siche
Safe Space sie bleiben auf Abstand kein Rennen kein Kichern der Atem gleichmäßig ein ungebetener Gast unter der Haut kriechend immer schnüffelnd auf der Suche nach Widerstand noch sind die Bäume……
freiTEXT | Lena Hörl
Stadtplan Sofa. Full Circle Moment. Der erste Tag von vielen ersten Tagen. Meine Wirbelsäule krümmt sich zu einem Halbmond. Ich ziehe die Beine an meinen Körper heran, umschlinge sie mit den Armen.…
freiVERS | Jonah Martensen
wie er an sich zweifelt gärten der unlust mit rostkraut und bö- sen winden, die sind: da, hiernicht und ja manche tun sich leicht mit den erden und den stromscheuen klagen auf des flusses zarter…
freiTEXT | Baltasar Kaufmann
Ich freue mich, dass du mir ein Omelett braten willst (auch wenn es noch nicht dazu kam) – Drei Fragen wollte ich dir noch stellen. Erinnerst du dich an Silvester, als du schwanger warst und ich mich…
freiVERS | Andreas Mayer
muschelig ich lag in der sand uhr meiner zeit im sand lag ich etwas war von meinen rändern wie abgesplittert lag wie vertrieben aus einem element das keinmal meines war dem schimmernden perlmutt……
freiTEXT | Mustafskaya
Anziehen und ausziehen „So dürft ihr euch nie anziehen“, warnte meine Freundin, mit einem herabwürdigenden Blick den jungen Mädchen hinterherschauend. Wir waren gemeinsam mit unseren Töchtern auf…
freiVERS | Michael Spyra
Der Stein Der Mann wählt einen Stein, um sich daran die Zähne auszubeißen, einen Stein, der nicht zu groß sein darf und nicht zu klein, der Schotter ist und Kiesel werden kann. Der nimmt den Stein…












