freiVERS | Andreas Mayer
muschelig ich lag in der sand uhr meiner zeit im sand lag ich etwas war von meinen rändern wie abgesplittert lag wie vertrieben aus einem element das keinmal meines war dem schimmernden perlmutt……
freiTEXT | Mustafskaya
Anziehen und ausziehen „So dürft ihr euch nie anziehen“, warnte meine Freundin, mit einem herabwürdigenden Blick den jungen Mädchen hinterherschauend. Wir waren gemeinsam mit unseren Töchtern auf…
freiVERS | Michael Spyra
Der Stein Der Mann wählt einen Stein, um sich daran die Zähne auszubeißen, einen Stein, der nicht zu groß sein darf und nicht zu klein, der Schotter ist und Kiesel werden kann. Der nimmt den Stein…
freiTEXT | Camille Herter
Stresstest Es begann mit den Banken. Nur merkte das niemand. Die Welt war damit beschäftigt, den USA und China dabei zuzuschauen, wie sie sich mit diplomatischem Trash-Talk eindeckten und die…
freiVERS | Charlotte Obenaus
am Rande am Rande erwähnen wir die schlechten Nächte die Haare, die uns ausfallen und den Hunden die Schmerzen und immer ist es der innere, nie der äußere Rand immer stürzen sie zurück in uns wenn…
freiTEXT | Eva-Marie Hanser
Federballreste Wir haben ihm den Bart abrasiert. Alle zusammen, jede:r einen Bereich der Gesichtsbehaarung, mit einem elektrischen Rasierapparat am letzten Schultag nach der Zeugnisverteilung,…
freiVERS | Nicola Quaß
Wolkenwelten Wahres nirgendwo, überall nur Trugbilder, von denen man nichts erwarten sollte. – E. M. Cioran, Der zersplitterte Fluch Wir schauten ihnen lange nach. Den Schattenscherben, die über…
freiTEXT | Antonia Kranebitter
Sommernachtstraum, C-Moll Wie man sich nur in ein so kurzes Kleid pressen konnte. Dann auch noch die Farbe, ein nahezu verwaschen wirkendes Lachsrosa. Ließ die vom Alkohol geröteten Wangen noch…
freiVERS | Ferenc Liebig
Meine Eltern haben sich in einer Diskothek kennengelernt und vielleicht haben sie nicht recht verstanden, was der andere sagte und immer nur genickt und dann war man verheiratet und dann kam ein Haus…
freiTEXT | Özden Gülcicek
Elisa Sie würde ihm ein Notizbuch kaufen, dachte sie, mit geschlossenen Augen, die Hände auf den Ohren der Tochter, die wie durch ein Wunder noch auf dem Bauch der Mutter weiterschlief. Das gleiche…
freiVERS | Helmut Blepp
Schwermütige Wanderungen Früher wussten wir wenn weiße Kühe auf den Weiden stehen dann haben wir Burgund erreicht Wir fraßen löffelweise Senf der in der Nase kitzelte und uns Tränen in die Augen…
freiTEXT | Philipp Sladkowski
Die Spende Als ich endlich bemerkte, dass mein Telefon schon seit einer Weile vibrierte, tropfte ich gerade mit einer Pipette flüssiges Industriechlor auf die Leinwand unter mir. Trotz der…












