freiVERS | Tara Meister

pflaster früh und zahnpasta frostig atmet die stadt wand zu wand mich grüßt die schrille doppler-symphonie der straße jagt mich durch die gassen gefolgt von einer unterwelt der wünsche mich hält der…

freiTEXT | Felix Wünsche

Hampelmann „Wenn du nicht versuchst, an Geld zu kommen, kannst du nichts bestimmen. Dann bist du der Hampelmann für andere, anstatt selber an der Schnur zu ziehen.“ Der Typ saß an einem der drei…

freiVERS | Enno Ahrens

Auf dem Weg nach Feuerland war mir ein stummer Mensch begegnet. Den genauen Standort verrate ich nicht. Er war von kleiner, gedrungener Statur, seine Haut wie ein grauer Neoprenüberzug. Erst dachte…

freiTEXT | Nele Ziemer

Habicht meint Sperber Luise will eigentlich nur einen Ausreißer machen mit Paul. Christian will eigentlich nur Luise und Luise steigt dazu. Luise lässt ihrem Kater den halbvollen Napf, in the end…

freiVERS | Sandra Klose & Marcus Roloff

die männer, die ich esse . Sandra Klose & Marcus Roloff . freiVERS ist unser Wort zum Sonntag. Du hast auch einen freiVERS für uns? schreib@mosaikzeitschrift.at << mehr Prosa | mehr Lyrik…

freiVERS | David Howald

In einem anderen Land Kleine Fingerspitzen klauben peripher am großen Wattebausch der Gedanken, wenn ich ihn so zu bündeln versuch', dass er schweigt; zuerst halte ich ihn statisch, dann schwebend,…

freiTEXT | Lyli Chin

Gedanken in die Hand nehmen oder was Sprache für mich bedeutet Teil I: ein (An-)Trieb Ich spüre wie meine Sprache sich hochziehen muss. Wie auf diesen Klettergerüsten, bei denen man sich von einer…

freiVERS | Hatice Acikgoez

an meine hijabis als meine beste freundin in der sechsten klasse mit einem kopftuch in die schule kam sah ich die blicke der anderen ich bewunderte sie wie konnte sie so stark sein und diesen blicken…

mosaik34 – aufrecht und verloren

mosaik34 - aufrecht und verloren Intro „Wir schreiben ja gar nicht mehr, wir Schriftsteller*innen: Wir produzieren, statt zu kreieren.“ – So hat es Lisa-Viktoria Niederberger in einem Kommentar in…

freiTEXT | Angela Ahlborn

Es war gut „Mama, was ist das für ein Wort?“ „Oh, Jule, nicht schon wieder! Wir müssen gleich los!“ „Mama, sag‘ mir, wie das Wort heißt!“ „Jule, hör‘ auf damit! Ich hab‘ keine Zeit!“ Ich schloss das…

freiVERS | Pauline Vogelsanger

zeitverbleib der ice sechshunderteins nach münchen hauptbahnhof krächzt und ächzt - auch im ruhebereich. bin wieder haltlos geworden, mit dem lösen eines tickets, bange und range um vergangene…

freiTEXT | Sebastian Danz

Das Wochenende 1 Die pinke Zuckerwatte ist in Mias Bauch zu einem angedauten, säuerlich riechenden Schleim geworden, der sich nur schwer aus dem groben Strick ihres Pullovers waschen lässt. Sie hatte…