mosaik 33 - offene Rechnungen überall

mosaik33 - offene Rechnungen überall

ansonsten chronisch werden
  • Tom Jan Putz – Warum wir nie mehr Fahrrad fahren
  • Raoul Eisele – dabei die Worte abzuwägen
  • Liona Binaev – Eine Frau die schläft
wozu wir aufgebrochen waren
  • Nils Woitschach – naherholungsgebiet
  • Thassilo Hazod – Schön ist das Wetter am Land
  • Klaus Wieser – allerseelen
unter der falschen Sonne
  • Sigune Schnabel – Fünf sein / Sieben sein
  • Franziska Gänsler – Die Stare
  • Seda Tunç – garten angehalten
  • Andra Schwarz – Elephant in the room
Kunststrecke von euch: Postkarten-mosaik
BABEL – Übersetzungen

Schon immer stand der Mensch mit seinem Hang zur Übertreibung in der Weltgeschichte auf verlorenem Posten – und das Selbstmitleid, in dem er sich gut und gerne suhlt, kennt bisweilen keine Grenzen. Als gutes Mittel gegen Weltkrankheiten kann uns daher die Literatur dienen, speziell jene, die es aufs Vorzüglichste versteht, den Menschen als Schalk zu entlarven. So widmet sich unsere neueste Babel-Auswahl in ihrem ersten Beitrag einer ganz anderen Pandemie: der Dummheit nämlich. Diese ist bekanntlich unendlich. Genauso wie die Fülle an Sprachen und Promis, die diese Ausgabe schmücken: Griechisch, Russisch, Latein, Ungarisch stehen so neben Marcel Duchamp, Emily Dickinson, Eric Satie, Lew Tolstoi. Das Gegenteil von Dummheit machts möglich!

  • Francesco Filelfo – An Maemus (Odae 1, 2) (Latein)
  • Zoltán Lesi – Kedves Marcel Duchamp, / Lieber Marcel Duchamp, (Ungarisch)
  • Ioulita Iliopoulou – KENO / NICHTS (Griechisch)
  • Dimitry Strotsev – пчелы уверены […] / die bienen sind sicher […] (Russisch)
[foejәtõ]

„In Krisenzeiten denken wohl die meisten nicht zuallererst an Kultur, doch sollte sie nicht aus den Augen verloren werden.“ – Antonio Prokscha stellt fest, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Doch das letzte Jahr hat gezeigt, dass regional und international wenig selbstverständlich ist. Darum blicken wir in dieser Ausgabe in die Kulturszenen ausgewählter Länder, von den Niederlanden über Belarus bis China, von Osteuropa bis Zentralasien, um den Status der Kunst, Literatur und Zivilgesellschaft zu erfragen.

Kreativraum mit Katharina J. Ferner

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mosaik32 - passende Kleidung hilft

mosaik32 - passende Kleidung hilft

Ihre festen Territorien
  • Peter Sipos – die fabrik
  • Karin Pitz – sucher
  • Kerstin Meixner – Das Glück der Stadtfüchse
Störgrößen
  • Sabine Abt – dringlichkeit
  • Christian Künne – Irrtumswahrscheinlichkeit
  • Johannes Bruckmann – Das Pokerturnier
Der Übertritt
  • Suse Schröder – Nicht auf der Höhe
  • Iseult Grandjean – Gleich warm
  • Lea Schlenker – Die Liebe zur Bestie
  • Grit Krüger – Unser Coach
Kunststrecke von Kollektiv Extasier
BABEL – Übersetzungen

Träumen georgische Fische manchmal auf Deutsch? Gibt es im Ukrainischen ein Äquivalent zum deutschen Wort ‚Entfremdung‘? In welchem Film spielte Nicole Kidman den Geist, der dachte, er sei ein Lebender, und wie lautet der Titel nochmal im Kroatischen? Unsere Rubrik Babel ist nicht nur ein Sammelsurium der vielen, uns zuflatternden Sprachen, sie ist auch der Punkt, an dem sich Fragen sammeln, die zu stellen wir uns in einer anderen Sprache nie zugetraut hätten. So gesehen bieten wir auch keine Antworten. Allein die Literatur ist unser Anliegen, und dass diese uns manchmal mehr fragend zurücklässt, soll uns hier als Anreiz dienen, mehr Fisch zu sein als Geist in Menschengestalt.

  • Lesyk Panasiuk – ЕКСПОНАТ / Das Exponat (Unkrainisch)
  • Lesyk Panasiuk – ТІЛЬКИ Б СОН / Nur ein Traum (Ukrainisch)
  • Dino Pešut – Moja mama kao Penelope Cruz u onom filmu / Meine Mama als Penelope Cruz in diesem einen Film (Kroatisch)
  • Dino Pešut – Ja kao Nicole Kidman iz onog filma / Ich als Nicole Kidman in diesem einen Film (Kroatisch)
  • Željana Vukanac – crna deca putuju / Schwarze Kinder reisen
  • Teona Komakhidze – მისი ღიმილი გადაიქცა ოქროს კარიბჭედ […] / sein Lächeln wurde zum goldenen Tor […] (Georgisch)
[foejәtõ]

„Idealismus zahlt keine Fixkosten“, stellt Lisa-Viktoria Niederberger in ihrer Streitschrift über die Rolle von Frauen im Literaturbetrieb fest. „Eine Aufforderung, Erwartungen zu hinterfragen, als Schreibende, als Publikum, als Veranstaltende.“, stellt uns Katherina Braschel vorab. Und Anna Ilin macht sich Gedanken zur Rolle der Frau in der Hausarbeit, bevor uns Julia Knaß in die Literaturmetropole Wolfsberg entführt.

Kreativraum mit Mercedes Spannagel

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mosaik31 - und jetzt raus hier

mosaik31 - und jetzt raus hier

Frauen mit Geld
  • Martin Peichl – Männer ohne Eigenschaften
  • Hera R. Blau – Zwei Bier und wir
  • Kanella Baleka – Tommy, Montag 11:00, Musikkonservatorium
  • Kerstin Nethövel – Explosionen
Platz am Rand
  • Patricia Büttiker – Short Pieces
  • Bülent Kacan – Agitatoren und Abgründe
  • Angelika Brünecke – Unsicherbar
  • Michael Pietrucha – „Hajastan“ – oder Die Armenischen Miniaturen
Schwitzwässer nachts
  • Susanne Huck – Gottfried hat schon wieder was angestellt
  • Jochen Weeber – Badewannen
  • Paul Jennerjahn – vernissage, winter
Kunststrecke von ISIPAINTING
BABEL – Übersetzungen

Unsere Affinität zu slawischen Sprachen rührt nicht von irgendwo her: Seit den Anfängen unserer Arbeit als Zeitschrift kamen wir des Öfteren mit Autor*innen in Berührung, die östlich der Salzach ihre ersten literarischen Schritte unternahmen und mittlerweile in Ländern wie Slowenien, Tschechien oder Serbien feste Größen in ihren heimischen Literaturszenen sind. So wie etwa der preisgekrönte und in dieser Ausgabe von BABEL vertretene, slowenische Dichter Uroš Prah, mit dem uns auch das Zeitschriftenwesen verbindet (Uroš war jahrelang Redakteur der in Slowenien äußerst populären Literaturzeitschrift IDIOT). Daneben schätzen wir sehr die Arbeit von Übersetzer*innen wie Patrick Valouch, der nie müde wird, uns die spannendsten neuen Autor*innen aus Osteuropa in eigener Übersetzung vorzustellen. Dass sich in dieser Ausgabe ein Holländer eingeschlichen hat, sei jetzt mal dahingestellt – auch Holland liegt ja schließlich östlich vom Meer.

  • Karel Jan Capek – Mrtví na lovu / Die Toten auf der Jagd (Tschechisch)
  • Volha Hapeyeva – жыву […] / Ich wohne […] (Belarussisch)
  • Katsjaryna Makarewitsch – мора? / das meer? (Belarussisch)
  • Uroš Prah – jutro ob bazenu / Ein Morgen am Pool (Slowenisch)
  • Arnoud Rigter – Ding van dons / Ding aus Daunen (Niederländisch)
  • Uroš Miloradović – Svaka stolica […] / Jeder Stuhl […] (Serbisch)
[foejәtõ]

„Lyrik ist unproduktiv“ titelt Lisa-Viktoria Niederberger in ihrem Leitartikel des neuen [foejetõ]. Welche gesellschaftspolitische Kraft Lyrik hat – und was deren Aufgaben sind – darüber spricht Tristan Marquardt im Interview über die Festivals Fokus Lyrik und ULF, das Unabhängige Lesereihen Festival. Und dann stellt uns Jonas Linnebank die Literaturszene von Köln genauer vor – inklusive Fleischhammer.

Kreativraum mit Katherina Braschel

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mosaik30 - heute wird gegrillt

mosaik30 - heute wird gegrillt

Verlassene Körperhüllen
  • Johanna Hühn – Ich könnte mich entscheiden,
    die Wiese als Bibliothek zu betrachten
  • Lisa James – Schläfrig satt
  • Marianna Lanz – nackt
  • Luisa Nöllke – 34 tote Rehe
  • Andreas Hippert – Walden
  • David Misch – Waldläufer
  • Manfred Kern – Zum Kuckuck
Keine Tischmanieren
  • Stephan Pfalzgraf – die allegorien
  • Roman Markus – Wurst im Glas
  • Viktoria Edler – inbetween
  • Barbara Rieger – Binge Loving
  • Christine Steindorfer – Als der Schreiber Hans mit dem Traktor
    fuhr und ins Nachdenken kam
Wie Fluchttiere
  • Anne Klapperstück – Die Unmöglichkeit einer Mutter
  • Luka Leben – Verirrt
  • Dorina Marlen Heller – Miniaturen eines Wunders
  • Anna Stadler – Wo die Katzen leuchten
  • blume (michael johann bauer) – auf dem trocken=nassen weg
  • Aline Wollmer – Hinter den Dünen in der Kuhle

BABEL

  • Zoltán Lesi – Cipökereskedö/Schuhhändler (aus dem Ungarischen von György Buda und Xaver Bayer)
  • Dino Pešut – Gej Kultura 1-10/Gay Kultur 1-10 (aus dem Serbo-Kroatischen von Maša Dabic)
  • Sladana Simrak – Kada naide Naculjim uši/Wenn er vorbeikommt, spitze ich die Ohren (aus dem Serbo-Kroatischen von Jelena Dabic)
  • Ana Ristovic – U Prolazu/Im Vorübergehen (aus dem Serbo-Kroatischen von Marko Dinic)

Kunstbeilage von GRUPPE 19

[fœjətõ:] / Kulturszene

  • Interview mit Smashed to Pieces
  • Rezensionen: [kon]paper No. 5, moor magazin 6, Hafenlesung 18, ‚wo warn wir, ach ja:‘ (Robert Prosser, Christoph Szalay), ‚Kintsugi‘ (Miku Sophie Kühmel)
  • Bericht vom Vernetzungstreffen unabhängiger Literaturzeitschriften
  • Kommentare/Kolumnen von Raffael Hiden, Peter.W.

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mosaik28 - in Bildern

Die 6e des Musischen Gymnasiums Salzburg hat sich künstlerisch mit der aktuellen mosaik28 auseinandergesetzt. Aufgabenstellung war, sich einen Text aus der Zeitschrift auszusuchen und bildnerisch darauf zu reagieren. Eine Auswahl der dabei entstandenen Werke dürfen wir euch vorstellen. Und weils so schön ist, gibt's für die von euch, die grad keine Printausgabe bei der Hand haben, das PDF kostenlos dazu:

Download mosaik28 (PDF)

 

1: Nelly Ebert zu ‚Wut‘ von Sophia Fritz

 

2: Nelly Ebert zu ‚Januar‘ von Stefan Heyer

 

3: Benedikt Ziegler zu ‚Die sieben Todsünden - Lust‘ von Sophia Fritz

 

4: Hannah Laznia zu ‚Januar‘ von Stefan Heyer

 

5: Johanna Gamper zu ‚Hotelstaub‘ von Katharina Wulkow

 

6: Johanna Gamper zu ‚Der Mantel‘ von Marina Büttner

 

7: Tobias Hauer zu ‚Friedrichsblau‘ von Svenja Reiner

 

8: Noah Knapp zu ‚Abschluss‘ von Steffen Kurz

 

9: Klaudia Sobota zu einem Zitat im Interview mit Versatorium/Helmut Ege („Es entsteht beim Übersetzen ein Text, der vorher nicht da war.“)

 

 


mosaik29 - neutral wie üblich

mosaik29 - neutral wie üblich

Fernreisende
  • Christiane Quandt – Chak Mool
  • Daniel Klaus  Angeln
  • Paul Jennerjahn  fensterstudie
  • Thomas Ballhausen  Stormy Miranda
  • Anne Laubner  so gut wie wir
Artgenossen
  • Anne Martin  sanft
  • Christoph Schwarz  Der Kanzler
  • Camilla Schütz  manchmal wird es wenigstens abend
  • Knut Birkholz  Ausflug
  • John Sauter  Flaggen
Vierzehn Fremnde
  • Martin Peichl  Evolution
  • Gloria Ballhause  Rendezvous mit Vogel
  • Thordis Wolf  48komma3 gigabyte du
  • Thyra Thorn  Kakerlake
  • Stefanie Schweizer  Nachricht nach dem Tonsignal
  • Katherina Braschel  Die Wippe als Metapher für einen Früchstücksgedanken.
Kunststrecke von Vanessa Steiner
BABEL – Übersetzungen
  • Jerzy Jarniewicz – Drzwi zamyka kto ostatni / Der Letzte schließt die Tür (aus dem Polnischen von Michael Pietrucha)
  • Camelia Iuliana Radu – Îmbrățișare / Umarmung (aus dem Rumänischen von Manuela Klenke)
  • Alen Besic – Poezija nastaje / Die Poesie entsteht (aus dem Bosnischen von Jelena Radovanovic)
  • Peter Spafford – People with kids / Leute mit Kindern (aus dem Englischen von Matthias Engels)
Kolumne
  • Peter.W.: Das halbe Glas, Hanuschplatz #17
Rezension
  • Andreas Neuhauser – „Das Problem mit der Geschichte“ (Rezension BELLA triste #53)
Zeitschriftenschau
  • Josef Kirchner: Dadasophie & Deutschland
Interview
  • Marko Dinić – „Lyrik für 1354 Menschen“
    (Interview mit Daniela Seel vom Verlag kookbooks)
Kreativraum mit Zoltán Lesi

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Jahresrückblick 2016 - Teil 3: das liebe Geld.

Jetzt haben wir uns aber lange genug davor gedrückt. Nach dem Rückblick auf das Geschehen und die Webstatistiken jetzt auch mal ein Blick auf die Finanzen. Wer bezahlt das eigentlich alles?

Fangen wir gleich damit an: Woher kommt das Geld?

  • Kulturabteilung der Stadt Salzburgt: 1600,-
  • Kulturabteilung des Landes Salzburg: 1600,-
  • Studenvertretung Germanistik Salzburg: 2000,-
  • Bundeskanzleramt (Zeitschriftenförderung): 1600,-
  • Buchverkauf (online): 365,-
  • Buchverkauf (offline): 280,-

Das bedeutet, wir hatten ein Budget von rund 7200 Euro (einzelne Lesungen, die extra Förderungen erhielten, mal ausgenommen) um das Jahr zu bestreiten.

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Aber wofür haben wir es ausgegeben?

Da wären zunächst mal die unvermeidlichen Druckkosten von über 8600,-

  • Buchdruck: 2550,-
  • Zeitschriftendruck: 5520,-
  • Druck Öffentlichkeitsarbeit: 550,-

Dann sind uns Honorare für Lesende sehr wichtig. Sie schlagen mit 350,- recht niedrig zu Buche - das liegt aber daran, dass fast alle Lesungen (studentINNENfutter, KulturKeule, Wissenstage, Kritische Literaturtage etc.) extra Finanzierungen hatten, die jeweils zu 100% an die Autor*innen weitergegeben wurden.

  • Geburtstagslesung: 150,-
  • Lesereise: 200,-

Und dann kommen die Kosten, die man gerne vergisst - immerhin auch nochmal 2575 Euro.

  • Öffentlichkeitsarbeitsausgaben: 830,-
  • Versand: 720,-
  • Lesereisekosten (ohne Honorare): 560,-
  • Spesen: 340,-
  • Büromaterial: 125,-

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Was haben wir 2016 gemacht?

  • 4 Ausgaben der Zeitschrift mit über 100 Texten von mehr als 60 Autor*innen
  • 7 Auflagen von 5 Büchern mit Texten von insg. mehr als 40 Autor*innen
  • 12 Lesungen mit insg. mehr als 60 Autor*innen
  • Online-Veröffentlichung von mehr als 150 Texten von mehr als 120 Autor*innen
  • 2 Buchmessen/Wissensveranstaltungen
  • 1 Festival

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Was haben wir 2016 gearbeitet?

  • Zeitschrift: 468 Stunden
  • edition mosaik: 132 Stunden
  • Online-Publikationen: 156 Stunden
  • Distribution: 384 Stunden
  • Öffentlichkeitsarbeit: 372 Stunden
  • Veranstaltungen: 180 Stunden

Diese 1692 Stunden verteilen sich zu knapp 90% auf zwei Personen (70% Josef, 18% Sarah, 12% Sonstige) und sorgen für ein durchnschittliches Arbeitspensum von insg. gut 32 Stunden pro Woche. Dass jede einzelne dieser Arbeitsstunden unbezahlt ist, versteht sich ja von selbst...

Warum ist das interessant? Weil wer oben mitgerechnet hat, stellt fest: Die Ausgaben von 11525 Euro übersteigen die Einnahmen deutlich. Dieses Minus von etwas mehr als 4300 Euro wurde (von uns selber) privat getragen - zusätzlich zur geleisteten kostenlosen Arbeitszeit.

Dass es so nicht weitergehen kann, scheint klar. 2017 wird sich einiges ändern. Wir kämpfen weiterhin für die Finanzierung von Projekten wie dem unseren. Literatur, Kunst und Kultur braucht Wertschätzung - auch finanzieller Natur. Dass aber jemals nicht nur die Autor*innen sondern auch die Grafiker*innen, Organisator*innen, Öffentlichkeitsarbeiter*innen, Redakteur*innen, Lektor*innen etc. entsprechend abgegolten werden können, bleibt wohl eine Utopie.

Wer weiterlesen möchte: Idealismus und Kulturpräkariat.

Alle Zahlen sind gerundet. Ausgaben und Einnahmen von Lyrik für Alle sind ausgeklammert.


Jahresrückblick 2016 - Teil2: Webstatistiken

Haben wir eigentlich schonmal gesagt, dass ihr der Wahnsinn seid? Nicht?! Dann wird es höchste Zeit. Die Statistiken des Jahres auf mosaikzeitschrift.at

Fangen wir mit dem Neuesten an: Ihr habt uns wieder mal eines besseren belehrt. Feierten wir noch Ende November den "stärksten Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen", so legt ihr im Dezember noch einen drauf und beschert uns das schönste Weihnachtsgeschenk überhaupt: euer Vertrauen.

So sah es im Jahresverlauf aus:

Statistik

Insgesamt zählen wir 2016 mehr als 43 000 Besucher auf mosaikzeitschrift.at. Dazu kommen dann nochmal etwa 6000 Besucher auf lyrikfueralle.at, die wir hier mal nicht eingerechnet haben. Um unser Selbstvertrauen zu stärken gleich mal diese Übersicht:

Statistik2

Wie seid ihr zu uns gekommen?

Facebook führt nach wie vor unangefochten, gefolgt von Suchmaschinen. Jedoch: google.de hat erstmals google.at überholt. Btw: Eigentlich benutzt ja jede*r eine jener alternativen Suchmaschinen um das böse böse Google zu vermeiden. Ja eh. Nur nicht um uns zu finden...

Und wenn ihr genug hattet (durchschnittlich nach 1-5 Minuten), seid ihr weitergegangen. Zu Facebook (eh klar), aber spannenderweise auf Platz 2: Zu den Kolleg*innen der metamorphosen. Auch dahinter folgten einige Zeitschriften und Preise, was uns zeigt, dass der Überblick über weitere Einsendeschlüsse durchaus Sinn macht. Wir werden da in Zukunft verstärkt dran arbeiten. Versprochen!

Was hat euch am meisten interessiert?

Geht man nach den Download-Zahlen, so die Leseproben von

Geht man nach den Verkäufen, dann liegt auch Alke Stachler vorn,

verweisen die anderen jedoch auf die Plätze. Am Ende der Liste findet sich mosaik18 (print), mosaik21 (eBook) und die Audioaufnahmen von dünner ort (zu Unrecht, wie wir meinen).

Spannend auch: eure liebsten Seiten und Beiträge. Bei den Seiten haben wir ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Adventmosaik und der Ausschreibung zu roll.

Der stärkste Tag war allerdings der 20.12. - an diesem Tag besuchten uns mehr als doppelt so viele als am zweitstärksten Tag im Dezember. Aber: Meistgelesener Text des Advent-mosaik war jener von Pega Mund am 1.12. - damit ist das auch der stärkste literartische Beitrag des Jahres.

Zum ersten Mal ist in diesem jahr jedoch eine Rezension häufiger angeklickt worden als jeder literarische Beitrag.

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unsere Lieblingskategorie: Eure Suchanfragen.

Was tippt ihr denn so oben rechts rein? "mosaik", "Lyrik für alle", "freiTEXT" - alles erwartbar. Erstmals hat heuer jedoch ein Autor bei den Suchanfragen die Nase vorn.

Und dann gibt es da noch die Liste, die wir uns nicht erklären können. Seid ehrlich: Ihr macht das nur um am Ende des Jahres hier aufzutauchen, oder?

Unsere Hitliste 2016:

  • "literaturwettbewerbe dunkle energie"
  • "fliesen mosaik weihnachtl" (Anm.: ist das Advent-mosaik gemeint?)
  • "literatur und religion und kultur"
  • "fickpalme" (kam auch tatsächlich mal in einem Text vor)
  • "kaugummi aus fußmatte kauen"

 

Damit entlassen wir euch in ein spannendes neues Jahr. Danke, dass ihr uns die Treue haltet. Macht das weiterhin - wir werden euch nicht enttäuschen. Nur soviel sei verraten: Bald - sehr bald - wird sich einiges ändern hier...

(c) Fritz Æwert
(c) Fritz Æwert

Jahresrückblick 2016 - Teil 1: Was passiert ist.

Es war im Frühjahr und ein Autor meinte: "Glaub mir: 2016 wird DAS Jahr!" Wir waren skeptisch. Aber er hatte recht. Was für 1 Jahr.

Was im ersten Halbjahr passiert ist, haben wir im Halbjahresbericht schonmal zusammengefasst. Im Schnelldurchlauf:

Wir hatten vorgelegt. Doch das zweite Halbjahr wusste nachzulegen - wenngleich auch anders...

 

Die mosaik-Klausur

Im Sommer begannen wir einen Prozess, der langsam zu seinem Abschluss findet. Wir luden euch alle ein, euch an der Umgestaltung des mosaik zu beteiligen. Es bildete sich ein kompetentes und engagiertes Team heraus, das in der Folge viele Neuerungen diskutieren und schließlich auch umsetzen konnte. 2017 wird vieles überraschend anders werden - bald gibt es mehr Infos dazu...

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Neue Lesungen

Anfang Oktober: KulturKeule goes Pop. Anfang November waren wir zu Gast bei den ersten Wissenstagen Salzburg, betreuten die Leselounge und das Rahmenprogramm, u.a. mit Lesungen mit Lisa Viktoria Niederberger, Marko Dinic und Tobias Roth. Einen Monat später organisierten wir den Gemeinschaftsstand der Literaturzeitschriften bei den Kritischen Literaturtagen, schlossen neue Kontakte und stellten mit einer Lesung von Lisa Viktoria Niederberger, Veronika Aschenbrenner und Andreas Reichelsdorfer die gemeinsame Anthologie - Zweifel zwischen Zwieback - vor.

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Bücher, Bücher, Bücher

Jaja, Zweifel zwischen Zwieback, die Jubiläumsprosaanthologie zur 20. Ausgabe des mosaik hat uns das ganze Jahr begleitet und war im Dezember endlich da! Kurz davor erschien auch Idealismus und Kulturpräkariat, die Studie zeitgenössischer junger Literaturprojekte von Josef Kirchner - mit Essays von Marko Dinic und Max Czollek. Gleichzeitig erschien auch mosaik21 - der Schwerpunkt auf Übersetzungen geht weiter! Und dann war da noch roll, jene Kurzprosaanthologie in ungewöhnlichem Format mit sieben wunderbaren Texten zu eben diesem Thema. Und um die literarische Vielfalt zu manifestieren dann auch noch eine Lyrikanthologie mit Namen Lyrik für alle!

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Lyrik für alle!

Vom 7. bis 11. Dezember 2016 fand in Salzburg die dritte Babelsprech-Konferenz unter dem Motto „Lyrik für Alle!“ statt. Es nahmen 28 Lyriker*innen aus 7 Ländern teil (Deutschland, Schweiz, Österreich, Liechtenstein, Südtirol/Italien, Slowenien, Ukraine). Mit Babelsprech.Salzburg hat die Stadt „wenn nicht die größte, so doch die großartigste Lyrikveranstaltung erlebt, die hier je stattgefunden hat“ (Josef Kirchner). Damit trägt die Konferenz auch einer Entwicklung Rechnung, die Salzburg in den vergangenen Jahren zum Zentrum junger Gegenwartsdichtung in Österreich gemacht hat.

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An zwei Konferenztagen standen Diskussionen über die Möglichkeiten und Aufgaben zeitgenössischer Lyrik neben lyrischer kollektiver Praxis im Fokus. Die Diskussionen waren getreu dem Motto „Lyrik für Alle!“ in einem Blog (betreut vom Erfurter Lyriker Mario Osterland) und einem Live-Stream mitzuverfolgen. Bei den abendlichen Live-Veranstaltungen im Markussaal präsentierte sich die Gegenwartslyrik in ihrer ganzen Vielfalt zwischen Musik, Performance und Text.

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Was wird 2017 bringen? Wir planen schon eifrig. Stay tuned...

Die mosaik-Klausur - eine Zusammenfassung

Die mosaik-Klausur brachte überraschende Ergebnisse. Obwohl: Von Ergebnissen zu sprechen ist nicht exakt. Es handelt sich vielmehr um Handlungsanweisungen und Diskussionsgrundlagen. Eine Klausur, die ins Herz ging.

WP_20160715_20_06_35_Pro - KopieMit unterschiedlichen Erwartungen kam man zur Klausur – dass diese schließlich sechs intensive Stunden in Anspruch nehmen würde, erwartete wohl niemand. Diskussionen über Formate, personelle und finanzielle Ressourcen, Eigen- und Fremdwahrnehmungen führten immer wieder zurück in das Herz, den Kern des mosaik.

Als Einstieg wurden individuelle Wahrnehmungen gesammelt. Dabei wurden unterschiedliche Standpunkte auf das mosaik offenbar: Von Autor*innen, Leser*innen, Herausgeber*innen. Diese Fremdwahrnehmung mit der Eigenwahrnehmung zu vergleichen und Gründe für Differenzen ausfindig zu machen wird eine schwierige aber hoffentlich lohnende Aufgabe der kommenden Monate.

Nach einem Input über die absolvierten und geplanten Aktivitäten und Projekte, die Zeitansprüche und Finanzplanungen sowie internen Strukturen (die man im Halbjahresbericht ausführlich nachlesen kann) galt es, das vermittelte Bild mit dem Eigenbild vom Anfang zu verbinden. Hier stellte sich bald die Frage nach der Botschaft, der Idee des mosaik, die vielleicht intern klar sein mag, aber nicht stringent vermittelt werden konnte bzw. sich in den letzten Monaten und Jahren von der anfänglichen Mission von vor fünf Jahren entfernt hat.

Auf der Suche nach Gründen und Ausprägungen kam die Diskussion immer wieder auf den Kern des mosaik zurück: Dieser müsse – so einer der zentralen Arbeitsaufträge, die im Anschluss gefasst wurden – als erster Schritt einer langfristigen Erneuerung neu definiert werden. Es gilt also, ein neues Mission Statement um die Kernelemente „Niederschwelligkeit“, „Vielfalt“ und „Förderung junger Literatur“ zu formulieren.

Erst wenn dieses geschärft und damit den neuen Bedingungen angepasst wurde, kann der Schritt nach außen über die Ressourcen zu den Formaten und Projekten führen. Dieser Prozess wird – so am Ende geplant – das gesamte zweite Halbjahr 2016 in Anspruch nehmen.

WP_20160715_20_07_29_Pro - KopieEs wurde der Bedarf ausgemacht, in diesem Prozess neue personelle und finanzielle Strukturen zu schaffen, die längerfristig eine zeitliche und finanzielle Entlastung bringen und den zukünftigen Erfolg sichern sollen. Wer in welcher Form, mit welchen Kompetenzen und Vollmachten daran beteiligt sein wird, wird sich nach einer Evaluation durch die bisherigen Herausgeber herausstellen.

Neben der internen Evaluation ist auch eine breite Online-Umfrage zu den Einstellungen und Wünschen zum bzw. für das mosaik geplant. Ergänzt mit einer Analyse anderer Literaturzeitschriften und Verlage sollen in den nächsten Wochen und Monaten erste Schritte auf dem Weg der Erneuerung des mosaik gemacht werden. Wir halten euch hier auf dem Laufenden.

Wir möchten uns nochmal bei allen Beteiligten und insbesondere bei Manuel für die Leitung der Klausur bedanken und sind frohen Mutes für die zukünftigen Entwicklungen.