falle

mein blick geht in die tiefe.
          atme schwer.
befinde mich am abgrund
einer felsbarriere.
          wasser fällt dem blick voraus.
                    zwei äste, knorrig,
                              dazwischen
                                        verlassen
                                                  fast?
                              ein spinnennetz.
                    mehr nicht.
          keine tiere in sicht, ich
          kommentiere: #keinetiere?

er fühlt sich unentdeckt an, dieser
ort, am rande eines kleinen dorfes,
eins zu zwei, die ratio zwischen
          mensch und kuh.

in dem ich nie war, dem
ort, dem wasser, dem felsen, dem
view und in dem ich auch nicht bin,
nun bloß nicht versinken,
                                        das wasser,
                                        es fällt
                                        voraus
läuft aus, aus meinem handy,
im stream der äste, der ängste,
der träume, der kacheln, der
netze, der orte,
so fern.
          der einsame versuch:
          ich atme aus.
ein grund ist nicht
in sicht, ich sinke,
                      sinke immer weiter
                                        verfallen
                                        in nichts als

                                        dem fall

 

Marc Glund

 

freiVERS ist unser Wort zum Sonntag.
Du hast auch einen freiVERS für uns?
schreib@mosaikzeitschrift.at

<< mehr Prosa | mehr Lyrik >>