freiTEXT | Christian Lange-Hausstein
Wenn ein Plan funktioniert Ich kann außerhalb unserer Sitzungen halt nur mit niemandem darüber reden. Das ist das, was es schade macht. Es gibt nur die wenigen Tagebucheinträge, ich habe sie nicht…
freiVERS | Nina Beer
Kohle, Glas Nimm das Stück Kohle und ziehe eine Zäsur entlang der Stirn teile mir Brauen und Augen, die nicht mehr sehen ohne zu erinnern teile den Mund, der nicht mehr spricht ohne zu richten teile…
freiTEXT | Katherina Braschel
fragment. An erleuchteten Fenstern in dunklen Gassen steht ein Mensch und rührt in Tassen, die aus bleihaltiger Tonerde geformt, durchsichtig sind. Er gießt die Topfpflanze vor seinem Fensterbrett…
freiVERS | Cornel Köppel
gucklöcher große augen das knochenbein streicht papillonskills ans bein was für ein steiß wo nicht mal der plot so richtig topt borgen wir uns einen cyborg ein rosa unicorn zum trost ein…
freiTEXT | Monika Jarju
Austragen An der Haltstelle warten schon viele Leute. Der Bus kommt nicht. Plötzlich rennen alle los. Ein schwangerer Mann springt auf meinen Rücken, er lässt sich von mir tragen. Man hat ihn…
freiVERS | Leontine Köhn
Komische Natur vom Ineinanderhineinfließen Prächtig schummerst Du die Maske über den Kopf gestülpt. Crescendo: Krawall, sie entlarven Dich. Improvisationsgewitter auf dem Lügenberg. Es regnet in Dich…
freiTEXT Spezial | Poetry aus Südafrika
Poetry from the far south. Unser Korrespondent in Südafrika, Sasa, hat erfreuliches zu berichten: An der Universität Stellenbosch bei Kapstadt versuchten sich Schüler*innen in einem Poetry Slam mit…
freiVERS | Enno Ahrens
Immer im Jetzt verlegen über unseren Unverstand ziehen wir Schlüsse ins Ungefähre quer durch Streuobstwiesen auf luftigen Planken schunkeln wir durchs Öhr unserer Apfelträume Gedanken mit Jojo-Effekt…
freiTEXT | Tessa Schwartz
Fort Ich höre sein Lachen, durch die verschlossene Tür des Wohnzimmers hindurch. Die anderen stimmen darin ein, laut, gewalttätig. Wenn die anderen gegangen sind, wenn er im Bett liegt, schläfrig vom…
freiTEXT | Markus Anton
die idee ewigwährender erniedrigung in vier stockwerken ende dann tatsächlich die idee ewigwährender erniedrigung und erneut sie flüstert kennst du die geschichte vom typen der aus dem fenster…
freiVERS | Martina Onyegbula
Nischen In der Enge der Systeme bleiben uns nur Nischen. Du, wohl verankert ziehst zielstrebig in die Zukunft doch jetzt blickst du immer öfter rechts und links nach mir. Und wir schmiegen uns in…
freiVERS | Julia Knaß
sein / stehen (eine irritation) dieses Nichts zwischen uns scheint bedrohlich verschwommen : unumkehrbar schwimmen frei wie ?, während wir den staub der klassiker zwischen unseren zähnen zermahlen,…










