freiTEXT | Stephan Weiner
ER und ICH Solange ER und ICH zusammen sind, ist alles gut. WIR fürchten UNS nicht. Auch nicht vor dem kleinen Raum mit den weißen Fliesen an der Wand. ER und ICH wohnen noch nicht sehr lange hier.…
freiVERS | Sigune Schnabel
Heute trägt der Tag Türkis und legt mir Muscheln zwischen die Zehen. Wir graben uns bis zum Hals in den Sand. Unser Kopf sprießt in blauem Hut aus dem Boden. Mutter rankt sich an Kettensätzen durch…
mosaik28 – Dass alles immer weitergeht
mosaik28 – Dass alles immer weitergeht INTRO Dass alles immer weitergeht, dafür braucht es viele Dinge: Als erstes bedarf es Autor*innen und Künstler*innen, die etwas zu sagen haben und dies auch im…
freiVERS | Lars Weylthaar
#12 Ich schreib Dir eine Nachricht & streich das meiste raus Bild Dir nichts ein auf Die Arbeit, die ich Mir mache Es ist nicht Deinetwegen Sondern aus Prinzip #15 Mein Vater sagte stets…
freiVERS | Stefan Heyer
alleenbäume alleenbäume umkurvt, die alten kastanien haben ihr früchte abgeworfen, goulds krummer rücken über dem klavier, hastig heben die Kinderhände auf, drachen sind keine zu sehen, felder leer…
freiTEXT | Annika Büsing
Steffen „Für dich ist das Leben ein gewaltiger Scherz, oder?“ „Ja“, sage ich, „das ist es.“ „Hast du schon mal irgendwas verloren, was dir wirklich wichtig war?“ Ich hebe die Schultern, aber er…
24 | Sigune Schnabel
Aschetage Hier ist der Raum tiefer als jeder Gedanke, fällt Regen von Dachkanten. Seit Stunden raschelt es in meinem Kopf, und etwas brennt sich ein, wenn wir so schütter beieinander liegen. Im…
23 | Martin Peichl
Wie man Dinge repariert (Auszug) WEIHNACHTEN – das ist verkatert den Zug ins Waldviertel verpassen und zwei Stunden lang auf den nächsten warten. Es ist kurz nach Mittag, die Geschäfte am…
22 | Nico Feiden
winterfremde wir teilten diesen morgen auf der atem beschlug die fenster von der kühle sprachen die fahnen im wind zu zittern lag in ihrer natur. jenseits der luft lernten wir zu schreien was nicht…
21 | Alexander Rall
Antiquariat Unverzagt Die Deutlichkeit mit denen der Staub zwischen den Buchdeckeln qualmte Wo finde ich, fragte ein Kunde fantastische Literatur Ich fühlte mich auf meinem Stuhl wie plötzlich…
20 | Lütfiye Güzel
Wieder Vortrieb. Auftrieb. Widerstand. Schwerkraft. Ich sehe durch das Fenster. Meine Beine über Kreuz. Das Herz nicht mehr zu retten. Eine mittelgroße Tasche ordentlich im Gepäckfach verstaut. Die…
19 | Stephanie Divaret
Die Welt ist alles, was der Fall ist. Ludwig Wittgenstein Die besten Momente hatte der Friedensstifter in seinem Rattenloch. Unversehens sprang er aus dem Licht : Berühre meine Seele nicht! : ins…