freiVERS | Sergej Tenjatnikow

Zebra frisch erlegtes Zebra liegt auf dem Asphalt – herrenlos. (hier enden die Verse.) wenn du darüber schreitest, mach dich nicht schmutzig mit seinem weißen Blut. hinterlasse keine Spuren den Fußgängerjägern. Sergej Tenjatnikow freiVERS ist unser Wort zum Sonntag. Du hast auch einen freiVERS für uns? schreib@mosaikzeitschrift.at << mehr Prosa | mehr Lyrik >>

Habt ihr uns vermisst?

Der Scroll-free August ist vorbei und damit ein Monat ohne Social Media-Beiträge, Likes etc. des mosaik. Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht, wie es uns damit gegangen ist. Ok, ehrlicherweise: So ganz ohne Social Media gings dann doch nicht. Wir haben jeweils drei Mal auf Facebook und Instagram vorbeigeschaut, um unseren Account und etwaige […]

freiTEXT | Anna Sophia Merwald

Sie an der Leine Sie bauen ein Haus, leben sich ein und kleben auseinander, sie vegetieren in vorbildlichen Gärten mit gestriegelten Kindern und verriegelten Türen. Sie zwingen die Mundwinkel und sie wippen mit dem Kopf, im Takt ihre vollautomatischen Rasenmäher, die nichts machen und auch Lärm. Sie lugen über ihre tapezierte Hibiskushecke, ihre Perücken Ton […]

freiVERS | Niklas Cron

trockene tage und wieder flimmert die hitze durch den tag schlieren verheddert zwischen zweigen knarrender kiefern ihre nadeln braune borsten die sich im blick der sonne kräuseln knisternd im wind bis sie brechen und staubig zu boden sinken auch dem wind geht bald die puste aus sein atem hechelt durchs geäst verwirrt gehetzt dem kollaps […]

Scroll-free August

Eine britische Gesundheitsorganisation rief den „Scroll-free September“ ins Leben: Einen Monat lang soll auf Social Media verzichtet werden. Die dadurch „gewonnene“ Zeit könne man für Dinge nutzen, für die man anscheinend keine Zeit (mehr) hat(te).    Für alle, die nicht „Cold Turkey“ gehen wollen, bietet die Royal Society for Public Health unterschiedlichste Strategien für einen […]

freiVERS | Dennis Hannemann

Sommerimpressionen i. Ein Strom verzweigt auf den Feldern, ein Rettungsboot kurz vorm Kentern, Wachen und Helfer, Zelte mobil in Kunststoffwelten versetzt, zu wenig Rasierzeug und Stoff, die Fremden schöpfen empfangen zu keiner Zeit. ii. Verlieren Angst auf- marschiert plakatiert Wände und Zäune Baracken glühen. iii. Der Eurocity hinauf zum Brenner, er sitzt im selben Abteil, […]