Bitte nicht schon wieder ein Krebsbuch/-film

Ein Film kommt ins Kino, der einen Roman zur Basis hat. Kulturredaktionen aller Medien werfen ein Auge auf den Film und ein Auge auf das Buch und kommen zum Fazit: Gut, aber das Buch war besser. Aha. Toll. Wie wärs denn zur Abwechslung mal mit einem Film, der nicht an das Buch rankommt – weil […]

Kein stilles Leben

„Morgengrauen. Der Frühling bleibt aus, Krieg zieht auf. Der Nieselregen und das Donnern der Gewitterwolken singen einen Abgesang auf die Illusion des Friedens.“   „Morgen. Grauen. Kanonen schlagen tiefe Schneisen in die Reihe der Soldaten. Anton und sein Vater kämpfen Seite an Seite.“ Was macht Thomas Mulitzer, wenn er nicht gerade Manifeste für Anthologien schreibt? […]

„Wir sind die Kapitäne unserer eigenen Flöße.“

LiteraturLetscho, Buchpräsentation mosaikX, KulturKeule, writers on the storm und so.what.wörtlich: Das Saisonfinale des Bureau du Grand Mot 2014 als Ausdruck einer Jungen Literaturszene Salzburgs.

X_Buchpräsentation – Auszüge zum Nachlesen

[Thomas Mulitzer] Unsere Manifeste wurden nicht in den kahlen Sälen der Universitäten entwickelt. Sie haben ihren Ursprung in den Hinterhöfen Ottakrings, wo Immigranten nach der Arbeit zusammenkommen, um im Schatten grauer Wände ein paar Gramm Marihuana zu rauchen; in den Cafés von Graz, wo junge Dichter hektisch zum Beat aus den knarrenden Boxen schnippen und […]

X – Kurzprosa

X Kurzprosa zusammengestellt von mosaik – Zeitschrift für Literatur und Kultur herausgegeben von Josef Kirchner und Sarah Oswald (2014, Verlag Neues Leben) mit Texten von Birgit Birnbacher, Sarah Eder, Andreas Haider, Markus Hittmeir, Florian Lambrecht, Thomas Mulitzer und  Lisa Viktoria Niederberger Hardcover | € 9,90    

7 x 7

„Drei Schnitte. Zwei links und eine im Bauchnabel. Ich wache nach der Operation in meinem Zimmer auf, das ich mir mit Maria, der kaputten Gebärmutter und Doris, dem Brustkrebs teile. In meiner Hand juckt der Zugang für die Infusionen, an meinen Beinen die Trombosenstrümpfe. An meinem linken Beckenrand ein bleich gewischtes X, das sie mir […]

6 x 7

„Reuel ging einige Schritte auf die Fremde zu. ‚Noch hast du weder dich noch deine Wirklichkeit aufgegeben. Erzähl’ mir doch, welche Hoffnung dich hierher hat laufen lassen. Was gedenkst du hier zu finden, abseits der Wege? Wieso streust du diesen Sand aus?‘ – ‚Ich will kein Ziel vor Augen haben und nichts, das ich mir […]

5 x 7

„‚So nun mach dein X auf die Karte, damit wir den Schatz in ein paar Jahren wiederfinden.‘ Der Kapitän schluckte. Dann atmete er tief durch. Er setzte wieder an, das X auf das Pergament zu malen und meinte: ‚Eigentlich ist die Karte so doch perfekt, oder? Wozu brauchen wir denn ein X? Wir wissen doch, […]