Sočasnost bega (izsek)

Vez.
Zev.
V njej te
zagledam,
vidim izginjati
ves
sev.
Vse vzel, da nimam kam,
da nekoč, daljno in spev,
da brez tišine, brez tišine
spiše.

Piše:
temna jadra.
Ti še
ostajaš in z obzorjem.
In morje molči.
Bi še z vsakim vetrom.
Bi vse tiše, hroma jadra
piše razparane piše.

Šipe
v tleh.
Tako čiste in razbite.
Njihovo drobljenje pod mano
in drobljenje pod tabo.
Tako tiho in moje.

Tako obupujem –
nezaznavno.

Tako oprt,
tako odprt,
da stvari –
ki gredo
vame ali
skozme
padajo –
gredo mimo.
In njihov
dotik je
njihovo
izginevanje,
njihova
največja
prisotnost,
samo sled,
samo dokaz
zgrešenosti –
tega, kako manjkam,
kako vztrajam neobstoječ.

»Tekst je naključno zaporedje besed.« Marko Čeh

Kako me lahko ne bi bilo,
kako bi ta zimska jutra
in vrhovi, obrazi v temi, tvoj
šepet, tlakovci, odtisi rok,
mesta, donosi in pomnjenje,
zvon, vsa neoprijemljiva
ugibanja, cele opeke, pojmi:
politika, nemost, kriterij,
kako bi vsiljeno, trki posode, glas,
neizbežno oziranje, sledi, loki,
pokanje sten, pokanje udov, napor,
dvig, nepremičnost in ose, zate, ta
potek, daljni pesek, priklicevanje vonja,
vonja tebe, teže, teka, teksta, telesa oči,
telesa rok, telesa kože, telesa ponavljanja,
njegove moči, tega, kako se opira name,
se mi upira pičlo, se zrašča, kako roke čutijo
same, odznotraj, me osamijo in moje
stegovanje je kot rezanje, mi moje stegovanje
ne prizanaša, poln sem krikov, nobenih omam,
vseh bolečin brez imetij, brez vas,
vsega razpadlega, davno, in teptanj.

Čistoča mojih videnj.
Hodim po ulicah in v
mislih raznese avtobus.
Kosi trupel so razneseni,
dan je počasen in topel in
prekinjen.
Perem posodo in v mislih
se sosed razstreli na tržnici,
potem se objokuje vse
mogoče, jeza je za, žal ne,
tu se žaluje po svoje, se sme.
Obešam perilo in v mislih
se mi sence kažejo kot
obešenci, ki so lahki kot
sveže oprane majice in
za trenutek izginem.
In srečevanje ljudi, govor,
prostori, to mesto ob morju,
to vreme v nasprotju, ta tla,
preluknjana na več mestih,
na več mestih dotiki, oziranja,
oziranja stran, dotikanja stran,
gledanje v stvari in samota stvari
in padanje nečesa neopazno,
zidovi neopazno, lažje neopazno,
neupravičeno neopazno,
preživetje neopazno.
Čistoča mojih misli,
moja odgnana videnja,
prevlada mojega življenja nad
resničnostjo.
Moja prilagoditev,
preživetje, tako utišano –
moje preživetje brez mene.

Karlo Hmeljak

Gleichzeitigkeit der Flucht (ein Auszug)

Gurt.
Trug.
Erblicke dich
darin,
sehe schwinden
Türe
Rute.
Alles trug, wohin denn gehen,
um dereinst, von fern es rügt,
um bar der Stille, bar der Stille
schriebe.

Schrieb:
finstre Segel.
Bliebest du
anhin mit Kimm.
Das Meer ist still.
Wisse es mit jedem Winde.
Wisse stiller immerzu, lahme Segel
schrieb geschlitzte Brisen.

Scheiben
kristallin.
So rein, in Splittern.
Ihr Malmen unter mir
und Malmen unter dir.
So still, so mein.

So verzweifle ich –
unmerklich.

So untermauert,
so ungemauert,
dass die Dinge –
in mich herein
oder aus mir
hinaus
fallend –
vorbei gehen.
Und deren
Taktiles ist
deren
Schwinden,
in deren
größtmöglichem
Beisein,
eine Spur nur,
nur ein Beweis
des Verfehlten –
wie sehr ich fehle,
wie ich nicht bestehend bestehe.

„Ein Text ist ein wahlloses Reihen der Wörter.“ Marko Čeh

Wie es mich nicht hätte geben können,
wie diese Wintermorgen würden
diese Gipfeln, Antlitze im Dunkel, dein
Lispeln, Pflastersteine, Handabdrücke,
Städte, Erträge und das Erinnern,
eine Glocke, das ganze ungreifbare
Rätseln, ganze Ziegel und Begriffe:
Politik, Stummheit, Maßstab,
wie man es erzwungen, Geschirrstöße, eine Stimme,
unentrinnbares Zurückblicken, Spuren, Bögen,
Risse der Wände, Risse der Glieder, Kraftaufwände,
ein Heben, das Reglose, Wespen, für Dich, dieser
Gang, ferner Sand, ein Duft in Erinnerung rufen,
ein Duft von Dir, von Tiefe, vom Tuckern, vom Text, vom Torso der Augen,
vom Torso der Hände, vom Torso der Haut, vom Torso der Wiederholung,
von seiner Kraft und wie er sich anlehnt an mich,
sich licht auflehnt gegen mich, verwächst, wie die Hände alleine‘
spüren, von innen, wie sie mich isolieren und mein
Strecken ist wie Schneiden, mein Strecken verschont
mich nicht, voller Schreie in mir, kein Berauschen,
voller Schmerze bar der Eigentümer, bar Euch,
zerfallener, in ferner Zeit, bar des Stampfens.

Das Reine meiner Vision.
Ich schlendere die Straßen entlang und in
meinen Gedanken wird ein Bus gesprengt.
Leichenteile ausgetragen,
der Tag ist langsam und warm und
unterbrochen.
Ich spüle das Geschirr und in meinen Gedanken
sprengt sich ein Nachbar auf einem Marktplatz
und danach beweint man alles
Mögliche, Zorn ist Dorn, leider nicht,
hier trauert man auf eigene Art, man darf es.
Ich hänge die Wäsche auf und in meinen Gedanken
zeigen sich Schatten wie
die Gehängten, leicht wie
frisch gewaschene T-Shirts, und
für einen Augenblick verschwinde ich.
Und das Menschentreffen, das Reden,
die Räume, diese Stadt an der Küste,
dieses kontrastvolle Wetter, dieser Boden,
an einigen Stellen durchbohrt,
an einigen Stellen Berührtsein, umherblicken,
umher- und wegblicken, wegberühren,
anschauen der Dinge, Einöde der Dinge,
ein Fallen von Etwas unsichtbar,
Mauern unsichtbar, leichter unsichtbar,
zu Unrecht unsichtbar,
das Überleben unsichtbar.
Das Reine meines Denkens,
meine verscheuchten Visionen,
Dominanz meines Lebens über
der Wirklichkeit.
Meine Anpassung,
mein Überleben, so zum Verstummen gebracht –
mein Überleben ohne mich.

Aus dem Slowenischen von Urška P. Černe & Ferdinand Schmatz